Ein weiterer Schritt ist getan
RP schließt Raumordnung
sverfahren für die B 38a ab / Jetzt Planfeststellungsverfahren
Mörlenbach/Darmstadt. (RF) Landrat Matthias Wilkes (CDU) mochte mit der „guten Nachricht“ nicht hinterm Berg halten: Das Raumordnungsverfahren (ROV) für den geplanten Bau der B 38a als Ortsumgehung der Gemeinde Mörlenbach ist abgeschlossen. Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt als zuständige Behörde hat nach intensiver Prüfung die Trasse „O2“ als die favorisierte Variante festgelegt.
Der offizielle Bescheid wird am 31. Januar erwartet, sagte Wilkes am Rande eines Pressgesprächs gestern im Landratsamt. Heppenheim. Bei dem folgenden Planfestsstellungsverfahren wird dieser von der Gemeindevertretung Mörlenbach sowie weiteren Gemeinden im Weschnitztal unterstützte Vorschlag im Detail untersucht. Allein dieser Hinweis auf das weitere Verfahren lässt erwarten, dass die Diskussion um die Vor- und Nachteile der Varianten - eine Bürgerinitiative (BI) setzt sich genauso vehement für die O2-Variante ein wie eine zweite BI eine Tunnellösung als raumverträglich favorisiert - weiter gehen wird.
Ob dieser unübersichtlichen Gemengelage mochte Landrat Wilkes keine Prognose wagen, zu welchem Zeitpunkt ein förmlicher Planfestsstellungs-Beschluss zu erwarten ist. Zudem scheint ziemlich wahrscheinlich, dass Gerichte bemüht werden.
Das zwischenzeitlich ausgesetzte ROV für die Umgehung von Mörlenbach war nach vielerlei Versuchen am 14. Juli 2004 wieder in die Gänge gekommen. Das RP Darmstadt hatte bei einem ganztägigen Erörterungstermin allen Beteiligten, Vertretern der Gemeinden, Befürwortern verschiedener Varianten einer Ortsumgehung, Vertretern der Verbände und politischen Parteien im Bürgerhaus ein Forum zum Meinungsaustausch gegeben.
Dass die Variante O2 die favorisierte Trasse ist, das war bereits im Sommer des vorigen Jahres klar. RP-Vertreter Bernd Rohrmann wies darauf hin, dass sein Kollege Dr. Friedrich Arndt einen Beschlussvorschlag zur Raumverträglichkeit der O2 als Vorzugsvariante des Vorhabensträgers Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Bensheim erarbeiten wird.
Das ASV Bensheim als sogenannter „Vorhabensträger“ der Umgehungsstraße hat bereits frühzeitig die O2 als die am besten geeignete Variante bezeichnet. Diese Auffassung wiederholten ASV-Leiterin Kerstin Eckert, Projektmanager Amo Krämer und Projektleiter Adam Kaffenberger auch bei dem Erörterungstermin.
Wie bereits vor der Gemeindevertretung und bei einer eigens einberufenen Bürgerversammlung erinnerte Amo Krämer an die Historie und das Verfahren, das für das ASV in seiner Abwägung mit Fachbüros den Ausschlag gab, die Ostumgehung O2 als Vorschlagsvariante für das Raumordnungsverfahren zu benennen. Die Abwägung vollzog sich wie mehrfach berichtet nach „verkehrlichen, umweltfachlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten“.

(Odenwälder Zeitung, 29.01.2005)

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